Innstolz Frischdienst investiert in die Zukunft: Erhebliche Investitionen in einen Neubau am Standort Deggendorf

Endlich ist es soweit: Nach Hochwasserflut, Corona-Pandemie und fehlendem Baurecht können nun die Schienen in Richtung Expansion gesetzt werden 
„Gute Nachrichten in Sachen Standort“, „Aufstehen und weitergehen“, „Innstolz investiert in die Zukunft“ – so titeln die lokalen Tageszeitungen mit fetten Schlagzeilen, die über den ausführlichen und sehr positiven Berichten stehen. Es herrscht Aufbruchstimmung bei unserem Mitglied – dem Innstolz Frischdienst. 
Ein Blatt zitiert Winston Churchill, der mal gesagt hat: „Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen als man umgeworfen wird“ – und bezieht dieses Motto auf die zupackende wie zuversichtliche Zukunftspolitik des Unternehmens, das jetzt hinter dem alten Firmengebäude in ein großes, hochautomatisiertes Logistikzentrum mit Lager- und Kühlräumen und ein modernes Verwaltungsgebäude investiert. Das Richtfest, an dem auch Christian Bernreiter, bayerischer Minister für Wohnen, Bauen und Verkehr, und der Deggendorfer Oberbürgermeister Christian Moser teilnahmen, fand bereits vor einigen Wochen statt, bis Anfang 2027 soll der Neubau realisiert sein.
„Das war ein langer Weg. Wir hatten schon überlegt, ob wir den Standort aufgeben“, wird Florian Leebmann, der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens, zitiert. Die Hochwasserkatastrophe von 2013, bei der das Firmengelände bis zu 2,5 Meter hoch unter Wasser stand, die negativen Folgen der Corona-Krise, die die Hotellerie und Gastronomie und damit auch die Innstolz-Geschäfte stark beeinträchtigt hatten, sowie fehlendes Baurecht wegen des neu aufgestellten Hochwasserschutzes und einer notwendigen Umwidmung als Gewerbegebiet – diese Ballung an erheblichen Hindernissen galt es zu überwinden.
Erste Pläne zum Erweiterungsbau gab es schon 2010
Bereits 2010 gab es erste Pläne für eine Erweiterung.
Der alte Firmenkomplex war damals schon zu eng geworden und nicht mehr zeitgemäß. Es folgten, wie gesagt, die Flut, die Pandemie und bürokratische Hürden, aber Firmenchef Leebmann und sein Team ließen sich nicht klein kriegen. Allein der Schaden aus der Flut lag bei 15 Mio. Euro. Die Niederlassung von Innstolz in Deggendorf existiert schon seit 1978. Das Unternehmen wurde 1898 als Molkereibetrieb gegründet, wird als Familienunternehmen bereits in der vierten Generation geführt und hat aktuell rund 200 Mitarbeiter. Der handelsrechtliche Firmensitz ist Rotthalmünster im Landkreis Passau. 1980 wurde der Frischdienst nach Deggendorf verlagert.
Hochmodern und zukunftsweisend: Neue Lagerkapazität mit 50000 Regal-Stellplätzen 
Jetzt wird endlich gebaut – und zwar in großen, zukunftsweisenden Dimensionen: Beim Bau des Kühllogistikzentrums steht vor allem die Teilautomatisierung im Mittelpunkt, um die Arbeitsprozesse zu optimieren und die körperlichen Belastungen der Mitarbeiter zu reduzieren. Das neue Lager bietet insgesamt rund 50.000 Regalstellplätze. Klimaschutz und Nachhaltigkeit stehen bei der Planung ebenfalls im Vordergrund, indem umweltfreundliche Technologien eingesetzt und Ressourcen geschont werden. Zur natürlichen Dämmung und zur Optimierung der mikroklimatischen Bedingungen tragen begrünte Dachflächen bei. Mit einer leistungsstarken Photovoltaikanlage soll der zukünftige Energiebedarf weitgehend abgedeckt werden. In der finalen Umsetzung verfügt man dann am Standort Deggendorf – inklusive der Altbauten – über eine gesamte Lager- und Verwaltungsfläche von 10.000 Quadratmetern.
Angesichts der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation am Standort Deutschland stellt die Investition von Innstolz einen mutigen, zukunftsoptimistischen Schritt und eine vorbildliche Standorttreue dar. Dies betonten auch Minister Bernreiter und Oberbürgermeister Moser im Rahmen des Richtfestes ausdrücklich.
Januar 2026