TIFA-Mitglied: Gespräch mit Marcel Adam, Adam Eis- und Tiefkühlkost GmbH

„Unsere Umsätze befinden sich auf einem guten, stabilen Niveau. Der diesjährige Sommer war, wie im Vorjahr auch, teilweise stark verregnet. Dies hatte natürlich negative Konsequenzen für das Eisgeschäft. Dafür konnten wir aber bei manchen Produkten auch Umsatzzuwächse verzeichnen. Ansonsten haben wir mit den gleichen oder ähnlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, wie sie allgemein für unsere Branche gelten. Dazu gehören u.a. die reduzierten Öffnungszeiten in der Gastronomie. Das gesamte Geschäft ist anstrengender geworden, entsprechend müssen wir noch flexibler handeln. Auf 2026 freuen wir uns, da wir in diesem Jahr unser 75-jähriges Firmenjubiläum begehen können. Dies wird natürlich gefeiert, dazu laufen auch schon in Kooperation mit unseren Lieferanten die ersten Vorbereitungen.

Geplant sind mehrere kleine Events mit unseren Kunden. Wir sind, was die geschäftliche Entwicklung im nächsten Jahr betrifft, bestimmt nicht euphorisch, aber zuversichtlich genug. Und gefeiert wird auf jeden Fall…“, hebt Marcel Adam, neben Peter und Thomas Adam einer der Geschäftsführer der Adam Eis- und Tiefkühlkost GmbH in Grüneberg, das im nördlichen Brandenburg liegt, hervor.
Installierung der Shopware 6.0
In diesem Jahr stand im Unternehmen der Familie Adam auch die Installierung der Shopware 6.0-Version auf der Agenda. „Unsere Website haben wir ab 2020 neugestaltet, 2021 folgte die Realisierung unseres Online-Shops, der in enger Zusammenarbeit mit Katharina Jahn von der TIFA entwickelt wurde. Darin sind bereits rund 95 Prozent der Artikel aus dem TIFA-Datenpool eingestellt. Was fehlt, das sind noch die individuellen Daten unserer wichtigen regionalen Lieferanten, die für uns und gerade natürlich für unsere Kunden von großer Bedeutung sind“.
„Der Datenaufbau stellt für manche unserer Lieferanten noch Neuland dar“
Einige Zulieferer laufen nicht über die TIFA-Datenbank. Also müssen diese Drittdaten, u.a. die ganzen LMIV-Daten, selbst aufgebaut und hinterlegt werden. „Dieser Prozess benötigt viel an Einsatz, Kommunikation und Zeit, da dieser Datenaufbau auch für manche unserer Lieferanten noch Neuland darstellt. Es gibt dabei ganz viele kleine Schrauben, an denen man drehen muss und die zu bedenken sind. Entsprechend intensiv ist zurzeit und auch noch in den nächsten Monaten der Austausch zwischen uns, unserem Lieferantenkreis und unserer Kunden sowie mit Frau Jahn“, ergänzt Marcel Adam. Er hofft, dass dieser Vorgang bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein wird – und dadurch auch die Nutzungsquoten des Online-Shops einen deutlichen Schub erhalten werden.
Positiv: Der digitale TIFA-Marktplatz und die Neuentwicklung der TIFA-Handelsmarken
Positiv beurteilt er die Einführung und den praktischen Nutzen des digitalen TIFA-Marktplatzes: „Das Portal stellt eine deutliche Arbeitserleichterung dar, liefert eine 100-prozentige Transparenz und ist zentral wichtig. Es ist schlichtweg die Basis unserer Arbeit – als Kernwerkzeug. Ellenlange E-Mails mit riesigen Anhängen – dies war früher und entfällt nun. Wir haben nun ein praktisches, gut funktionierendes System, in dem alle Infos hinterlegt sind, die wir brauchen“.
Der Neugestaltung und Erweiterung des TIFA-Handelsmarkensortiments stellt er ebenfalls ein gutes Zeugnis aus: „Dies ist gelungen – in der klaren Markenbildung, in der Produkttiefe wie -breite und als grundsätzliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb. Das Ganze muss sich natürlich noch einspielen. Unsere Kunden müssen sich diesbezüglich auch noch etwas eingewöhnen, entsprechend weisen wir darauf hin und erklären, falls es noch Erläuterungen bedarf“.

Alternativen zu derzeitigen Kühlmitteln
Auf der Tagesordnung stehen zurzeit auch mögliche Alternativen zu den F-Gas-Kühlmitteln, die ab 2030 verboten werden sollen. „Diesbezüglich stehen wir momentan zwischen den Stühlen und Entscheidungen, lassen uns diesbezüglich beraten und rechnen auch mal durch. Frage ist, ob wir stattdessen CO2 oder Propan einsetzen sollen und können. Aber: CO2 ist ein Treibhausgas und hat eine miese Energiebilanz. Zudem ist mit dem Einsatz von CO2 und Propan auch ein hoher Druck verbunden. Auch diese Gefahr muss man bedenken. Alternative Kühlmittel, die man in Kühlfahrzeugen benutzen könnte, gibt es aktuell noch nicht. Bisher haben wir zu dem Thema noch keine zufriedenstellende Antwort gefunden“, erläutert Adam.
Dezember 2025