Willkommen bei „Dinghartinger“ – in der einmaligen und vielfältigen Welt des Strudels & Co.

Dinghartinger

Die besondere Hingabe und die klare Linie der Unternehmerfamilie Landauer: Die Glut eines Gebäckklassikers weitertragen und ihn zeitgemäß weiterentwickeln

Wer Apfelstrudel & Co. mag und auf diese Website klickt, dem läuft gleich das Wasser im Munde zusammen. Tatsächlich – und nicht nur sprichwörtlich oder irgendwie nur virtuell stimuliert. Es duftet, es ist so verführerisch arrangiert, dass man sofort nach dem Löffel oder der Gabel greifen will.  Es hilft nichts, es sind auch nur Bilder, allerdings perfekt angerichtete, die aber nicht künstlich aufgepimpt, sondern ganz echt und authentisch wirken. Es ist angeschnitten, es ist verlockend: Es beginnt mit dem Urformat – mit dem klassischen Apfelstrudel aus „originalem Strudelziehteig mit frisch im Haus geschälten Äpfeln, verfeinert mit der nach Familienrezeptur hergestellten Zimt-Zucker-Mischung“. Es ist erst der Anfang, es folgen noch über 60 weitere Strudel- und Topfenstrudel-Varianten – bekannte, solche, die sich am Originalen orientieren, leicht oder mehr modifiziert, aber auch ganz neu und progressiv sind. Diese nur als `trendy` zu bezeichnen, würde es falsch beschreiben. Strudel um Strudel – in einer langen Reihe, aber eben nicht auf und von der Stange gebacken, kreiert wie inszeniert. Dies fällt gleich ins Auge.

Die besondere Hingabe und eine klare Linie: Die Glut eines Gebäckklassikers weitertragen

Sie mögen unterschiedlich sein, aber was sie verbindet, was sofort heraussticht und man heraus spürt, sind die besondere Hingabe sowie die klare Linie – von eben jenen, die sie hergestellt haben. Dies korrespondiert auf den ersten Blick, ohne sie, also die Strudel, überhaupt schon probiert zu haben. Zu diesem ansprechenden Vordergrund gehören viele Hintergründe. Die traditionelle Bewahrung, die Glut eines Gebäckklassikers weiterzutragen, diesen auch in gewisser Art wiederentdeckt zu haben, seine Urform und sein Brauchtum zu pflegen, seine Wandlungsfähigkeit zu nutzen sowie auch neu zu interpretieren.  Dies rollt sich hier faszinierend aus – in einem Bogen von fast 40 Jahren. Fortlaufend – über den zweiten und über alle weiteren Blicke, Fakten und Geschichten dazu, die damit verwoben bzw. verstrudelt sind. 

„Man kann alles verstrudeln“ – aber am besten nur so, wie es die Familie Landauer vorlebt und vormacht

„Man kann alles verstrudeln…“, sagt Julia Landauer (31). Nicht am Anfang, sondern fast am Ende eines langen, inhaltsvoll-kompakten Gespräches. Damit meint sie nicht, die Produkt- und Markendiversifikation beliebig ausufern lassen zu wollen bzw. zu müssen, sondern betont damit nochmals den Grundwert, die Kernfähigkeit und die Attraktivität – gerade auch in der Variationsbreite – dieser Gebäckspezialität. Als Klassiker, als Basis, auch als ein Vermächtnis, mit dem sie und ihre Familie ganz eng verbunden ist. Aber eben gerade auch in Bezug auf eine Produktrolle, die ebenso zeitgemäß und modern sein kann. Wenn – und dies gilt hier – die Ureigenschaften, die Rohstoff- und Produktionsgüte und vor allem die urhandwerkliche Nähe wie der Respekt zum Produkt erhalten bleiben, also nicht eben mal nur modisch und marketingmäßig umgemodelt werden. Ein erklärendes Beispiel dazu liefert sie gleich mit: „Ein Strudel etwa mit Blaukraut entspricht jetzt nicht so unbedingt der urbayerischen Vorstellung. Aber natürlich gibt es auch andere Geschmäcker und auch ganz andere Konsumentenmilieus für unsere Produkte, die den Strudel so auch neu entdecken, wertschätzen und lieben lernen. Das Gute daran ist: wir sind nicht eingeschränkt, wir können aufbauend ergänzen, abrunden und harmonisch auf neue Trends eingehen. Oder sie gar selbst setzen. Ich finde es immer wieder schön und positiv zu erleben, wie unsere Produkte funktionieren bzw. ankommen. In der klassischen Form und eben auch neo-klassisch. Für 2024 planen wir z.B. als Neuheit einen veganen Bolognese-Strudel…“

Willkommen in der Dinghartinger Welt des Strudels, die auch ein Kosmos ist

Willkommen bei Dinghartinger, der Apfelstrudel Produktions- und Vertriebs GmbH in Landsham bei München, in der Welt des Strudels, die auch ein Kosmos ist. Alles begann 1985: Walter Landauer und seine Frau Heidemarie führten bis dato einen Gasthof in Großdingharting (daher kommt auch der geschützte Markenname). Nachdem der Pächter den Vertrag nicht verlängern wollte und andere Gastro-Alternativen in der Umgebung leider nicht infrage kamen, besann man sich. Auf ein Produkt, dem man immer schon eine besondere Wertschätzung entgegenbrachte, es in kleinen Mengen selbst für den eigenen Gastro-Betrieb produzierte und auch schon im regionalen Umfeld weiter vertrieb: Der Strudel, die selbstgemachte, beliebte Spezialität des Hauses Landauer. Heimatlich, bayrisch, im besten Sinne: home made.

KaiserschmarrnWalter, dessen Eltern eine Backstube hatten, sorgte in Folge für die Kundenakquise, die Vermarktung und den Vertrieb. Und Heidemarie (gelernte Bankkauffrau) war erst allein und dann mit zwei Mitarbeitern für die Produktion zuständig. Das Geschäft rollte gut an. So gut, dass einer der Mitarbeiter wegen der großen Nachfrage so lange und heftig an der Apfelschälmaschine drehen musste, dass er umkippte… Tochter Julia steht mit beiden Beinen und ihrer ganzen Persönlichkeit aber ganz fest im Familienunternehmen. Sie muss schmunzeln, wenn sie von dieser Szene erzählt, und betont in Analogie dazu sogleich das Credo der Familie, das ganz nah am Strudel gebaut bzw. gedreht ist: „Wir trimmen unsere Produkte nicht auf hausgemacht. Unsere Produktion ist auch heute noch wesentlich durch händische Vorgänge geprägt. Diese Wurzeln durchziehen weiterhin alles, was wir machen.“  Dazu gehört auch die Geheimrezeptur à la Landauer, die auch die Mitarbeiter nicht kennen. Und die Tatsache, dass man lokal/regional stark und treu verwurzelt ist. Man produziert nur hier – in Bayern, in Deutschland. Die Rohstoffe – vor allem die Äpfel – werden hauptsächlich regional bezogen. Der zentrale Apfellieferant z.B. ist immer noch der gleiche, wie vor fast 40 Jahren. „Unsere Produkte sind hier tief verwurzelt, wir sind es. Das ist der Ursprung, das ist das prägende Verhältnis. Wir kämen niemals auf die Idee, im Ausland zu produzieren und dann zu importieren“, markiert sie den kategorischen Unterschied. Der Strudel hat hier seine Heimat – er gehört zur familiären DNA (und umgekehrt).

Pioniertat: Die 160g-Protionsgröße, die zum Standard wurde

Walter und Heidemarie waren nicht nur für sich selbst Gründer und auch Pioniere. Sie setzen frühzeitig auf ganzheitliche, 360Grad-funktionierende TK-Produkte – und waren zudem auch eben jene, die den generellen Standard eines Apfelstrudels im Ziehteig in der Portionsgröße von 160 g im fertig gebackenen Zustand erfanden wie etablierten. Dann folgte die schrittweise Expansion im Handumdrehen: von Großdingharting ging es nach Vaterstetten, weiter über Parsdorf (hier kooperierte man mit der Produktion von Käfer-Feinkost) bis nach Pliening/Landsham, dem jetzigen Produktionsstandort. Aktuell hat das Familienunternehmen 55 Mitarbeiter. Geschäftsführender Gesellschafter ist Walter Landauer.

Julia – die Jungunternehmerin: Allround-kompetent und zupackend

Und: Die größte Investition, die die Landauers jemals angepackt haben

Auszogne PuderzuckerJulia kennt den Betrieb von Kindesbeinen an und von der Pike auf, also durch und durch, rundherum, hat hier alle Bereiche durchlaufen, hat zudem Wirtschaft und Technik mit dem Schwerpunkt Qualitätsmanagement in dualer Form studiert und ist schon seit 2017 Prokuristin im Unternehmen. Ihr Arbeitsschwerpunkt ist die Leitung der Qualitätssicherheit – und zusätzlich erfüllt sie noch viele weitere Aufgaben.

Den verantwortungsvollen Stab, den sie von ihren Eltern erhalten hat, hält sie absolut allround-kompetent, zupackend und klug fest. In der Nahsicht auf die Produkte, die Kunden und den Markt, aber auch in der perspektivischen Weiterentwicklung. Geprägt vom familiären Bewusstsein, mit Stolz auf die Tradition und auf das bisher Erreichte, bewahrend wie offen und engagiert für die Unternehmenszukunft. Dazu gehört dann auch die größte Investition, die die Landauers jemals getätigt haben und die nun ansteht. Für Anfang 2024 ist der Neubau eines TK-Lagers – inklusive einer weiteren Produktionslinie und neuer Sozialräume – geplant, bei der die Verdreifachung der bisherigen Lagerkapazitäten realisiert wird.  Dies bedeutet auch eine Art Quantensprung, mit dem sich das Familienunternehmen nochmals auf eine neue, höhere Ebene begibt und damit auch einen weiteren großen Transformationsschritt einleitet. Dessen Tragweite ist sich die Unternehmertochter natürlich bewusst. Selbstsicher, aber vor allem im Vertrauen auf die Kraft und die Multifunktionalität ihres Hauptproduktes ordnet sie die Investition ein: „Neben den sachlichen Notwendigkeiten zur Expansion gilt: Der Strudel ist zeitlos, hat Charakter und eine Vielfalt, die weiter entwicklungsfähig sind. Damit passt er auch optimal zum top-aktuellen Thema Convenience – als Gebäck- und Dessertspeise, mit der man kulinarische Highlights setzen und auch ganz unterschiedliche Verbraucher- und Gästewünsche erfüllen bzw. stimulieren kann. Gestern wie immer schon – und heute mehr denn je.“ Der Schritt in Richtung Lebensmitteleinzelhandel ist nicht geplant, die Landauers beliefern weiterhin ausschließlich den Großhandel.

Einmaligkeit in der Vielfalt: …etwa auch mit Sauerkraut, Kürbis, Süßkartoffel, Bärlauch, Lebkuchen-Gewürzen und…und…

Am Anfang war der Strudel, der vor über 500 Jahren aus Arabien nach Europa kam. Es ist eine lange Geschichte eines einmaligen Gebäcks, zudem die Landauers ganz wesentliche Kapitel beigetragen haben und weiterhin hinzufügen. Klassisch mit Äpfeln –  oder mit ganzen Erdbeeren und Rhabarber-Würfeln, als Gemüsestrudel, knackig mit Brokkoli-Rösschen, Blumenkohl, Süßmais und Karotten, verfeinert mit Gouda-Käse, oder mit frischen Kartoffeln aus Oberbayern, gewürzt mit Muskat und Kümmel, alternativ mit Bärlauch, oder mit Süß- und Sauerkirschen und einer Mandel-Marzipan-Creme, oder mit Hokkaido-Kürbis (mit Sauerrahm), als weihnachtliche Lebkuchen-Variante, als Mohn-, Nuss-, Zwetschgen- oder Waldbeerstrudel, aber auch mit Blaukraut oder Sauerkraut oder Spinat oder Süßkartoffeln. Oder gar als alkoholhaltiger Punsch-Apfelstrudel – mit Rotwein. Gebacken oder ungebacken –süß, herzhaft, klassisch, ausgefallen, vegan/vegetarisch, glutenfrei, in der Standard- oder in der BIO-Version.

Ein breites Markensortiment

Die Marke „Dinghartinger“ steht vor allem für den Strudel in seiner ganzen Rolle und Breite. Aber nicht nur. Zur Produkt-Range gehören auch Mehlspeisen, Kuchen, Teige, ein Brot- sowie ein C&C Sortiment. Etwa mit: Apfelküchle, Auszogne, Dampfnudeln, Germknödel, Kaiserschmarrn, Flammkuchen, Ouiche Lorraine oder Zwiebelkuchen. Auch für jene gilt auf den ersten wie auf jeden weiteren Blick: siehe, staune (und genieße) wie oben!

 

Bildquelle:

Links – Julia Landauer

Rechts – Walter Landauer